Barrierefreiheit

Offen für alle.

Rund 2 Millionen Menschen in der Schweiz leben mit einer Behinderung. Eine barrierefreie Website lässt sich mit Maus, Tastatur, Screenreader oder Vergrösserung gleich gut bedienen. Wir prüfen nach WCAG 2.2 AA, beheben Barrieren im Code statt mit einem Overlay und schulen Ihre Redaktion, damit es so bleibt.

Barrierefreiheits-Check anfragen

Warum jetzt

Wen Barrieren aussperren

Stand Oktober 2026. In der Schweiz stecken die Massnahmen aus der Revision des Behindertengleichstellungsgesetzes inzwischen im neuen Inklusionsgesetz. Der Nationalrat hat es im September 2026 angenommen, nun berät der Ständerat. Wir beraten technisch, nicht juristisch.

Ein Fenster, zwei Bauweisen

Gleich gemeint, anders gebaut.

Ein Newsletter-Fenster ist schnell gestaltet. Ob alle es bedienen können, zeigt sich erst mit Tastatur, Screenreader oder unruhiger Hand.

So nicht
  • «Nein danke» ist winzig und kaum zu treffen
  • Das Fenster lässt sich mit der Tastatur weder erreichen noch schliessen
  • Hellgrauer Text verfehlt den Mindestkontrast
  • Screenreader merken nicht, dass sich ein Fenster geöffnet hat
So geht es
  • Beide Schaltflächen gleich gross, gut zu treffen
  • Der Fokus springt ins Fenster, Esc schliesst es wieder
  • Text und Schaltflächen mit mindestens 4,5 : 1 Kontrast
  • Als Dialog ausgezeichnet, Screenreader sagen ihn an

Grundlage: WCAG 2.2, Kriterien 1.4.3 Kontrast, 2.1.1 Tastatur, 2.4.3 Fokus-Reihenfolge, 2.5.8 Zielgrösse und 4.1.2 Name, Rolle, Wert.

Selbsttest

Wie barrierefrei ist Ihre Website?

Acht Fragen, eine Minute. Kreuzen Sie an, was auf Ihre Website zutrifft.

Was trifft auf Ihre Website zu?

Typische Barrieren

Statt Overlay, im Code behoben.

Die meisten Barrieren entstehen im Template und in den Inhalten, und dort lassen sie sich auch beheben. Ihre Website sieht danach fast gleich aus, nur funktioniert sie für mehr Menschen.

Wahrnehmen

  • Heute oft: Bilder ohne Alt-Text oder mit Dateinamen

    Unsere Lösung: Beschreibende Alt-Texte, Schmuckbilder ausgeblendet

    Was Sie gewinnen: Screenreader und KI-Assistenten erfahren, was das Bild zeigt

  • Heute oft: Hellgrauer Text auf Weiss

    Unsere Lösung: Farben mit mindestens 4,5 : 1 Kontrast, nah an Ihrer Marke

    Was Sie gewinnen: Lesbar im Sonnenlicht und mit schwächeren Augen

  • Heute oft: Videos ohne Untertitel

    Unsere Lösung: Untertitel und Transkript

    Was Sie gewinnen: Verständlich ohne Ton, auch im Zug

Bedienen

  • Heute oft: Fokus unsichtbar, Menü nur mit der Maus

    Unsere Lösung: Sichtbarer Fokus, alles per Tastatur erreichbar

    Was Sie gewinnen: Bedienbar mit Tastatur, Schaltern und Sprachsteuerung

  • Heute oft: Captcha mit Bilderrätsel

    Unsere Lösung: Formularschutz ohne Rätsel, etwa mit ALTCHA

    Was Sie gewinnen: Niemand scheitert am Absenden, und kein Tracking

  • Heute oft: Winzige Links und Schaltflächen

    Unsere Lösung: Klickflächen nach WCAG 2.2, bei uns meist 44 px hoch

    Was Sie gewinnen: Trifft auch der Daumen unterwegs

Verstehen

  • Heute oft: «Hier klicken» und «Mehr»

    Unsere Lösung: Linktexte, die das Ziel nennen

    Was Sie gewinnen: Klar auch in der Linkliste eines Screenreaders

  • Heute oft: Fehlermeldungen nur in Rot

    Unsere Lösung: Meldung als Text am Feld, mit Hinweis zur Lösung

    Was Sie gewinnen: Weniger Abbrüche im Formular und im Checkout

  • Heute oft: Wichtiges steht nur im PDF

    Unsere Lösung: Inhalte als Webseite, PDFs mit Tags und Lesereihenfolge

    Was Sie gewinnen: Für alle lesbar und von Suchmaschinen gefunden

Dauerhaft

  • Heute oft: Overlay-Widget mit eigener Bedienleiste

    Unsere Lösung: Behebung in Template und Inhalten

    Was Sie gewinnen: Funktioniert mit den Hilfsmitteln, die Menschen schon nutzen

  • Heute oft: Einmal geprüft, dann vergessen

    Unsere Lösung: Prüfung bei jeder Veröffentlichung und Monitoring

    Was Sie gewinnen: Auch neue Inhalte bleiben barrierefrei

  • Heute oft: Keine Erklärung zur Barrierefreiheit

    Unsere Lösung: Erklärung mit Standard, Grenzen und Kontakt, wie unsere

    Was Sie gewinnen: Transparenz und ein Weg für Rückmeldungen

Leistungen

Vom Audit zum Alltag

Ein klarer Befund, Behebung dort, wo Barrieren entstehen, und eine Redaktion, die weiss, worauf es ankommt.

  1. Barrierefreiheits-Check

    Fünf bis zehn Seitentypen nach WCAG 2.2 AA, automatisch und von Hand, mit Tastatur und Screenreader. Sie erhalten einen Bericht mit Prioritäten.

  2. Behebung im Code

    Wir beheben Barrieren in Template, Komponenten und Inhalten, in TYPO3, Shopware und Shopify. Mehr unter Frontend.

  3. Barrierefreiheitserklärung

    Standard, Prüfmethode, bekannte Grenzen und ein Kontakt für Rückmeldungen. Ein Beispiel ist unsere eigene Erklärung.

  4. Schulung der Redaktion

    Alt-Texte, Überschriften, Linktexte und barrierefreie PDFs: was Ihre Redaktion bei jeder Veröffentlichung beachtet.

  5. Monitoring

    Regelmässige Prüfungen halten auch neue Inhalte barrierefrei. Mehr unter Hosting & Betrieb.

Ablauf

In vier Schritten barrierefrei

  1. Check

    Wir prüfen typische Seiten automatisch mit Lighthouse und axe und von Hand: mit Tastatur, Screenreader und Vergrösserung.

  2. Plan

    Befunde nach WCAG-Kriterium, Wirkung und Aufwand, getrennt nach Template und Inhalten.

  3. Behebung

    Wir beheben im Code, in TYPO3 oder Shopware, und schulen Ihre Redaktion.

  4. Erklärung und Monitoring

    Die Barrierefreiheitserklärung geht online, neue Inhalte prüfen wir regelmässig.

Lesbar für alle

Barrierefrei heisst maschinenlesbar.

Dieselben Überschriften, Alt-Texte und beschrifteten Schaltflächen, die Screenreader brauchen, lesen auch KI-Assistenten und KI-Agenten. Eine Massnahme, doppelte Wirkung. Wie Web-Design, Barrierefreiheit, KI und GEO zusammenspielen, zeigen wir auf einer eigenen Seite.

Lesbar für alle entdecken
  • Web-Designfür Menschen, die sehen und klicken
  • Barrierefreiheitfür Screenreader, Tastatur und Lupe
  • GEOfür KI-Assistenten, die lesen und zitieren
  • KIfür KI-Agenten, die im Auftrag handeln

FAQ

Gut zu wissen

Kurze Antworten zu Barrierefreiheit, Stand Oktober 2026.

Muss meine Website barrierefrei sein?

Für Behörden gilt das schon heute. Wer an Kundinnen und Kunden in der EU verkauft, fällt seit dem 28. Juni 2025 unter den European Accessibility Act, auch mit einem Onlineshop; Kleinstunternehmen sind bei Dienstleistungen ausgenommen. In der Schweiz soll die Revision des Behindertengleichstellungsgesetzes Benachteiligungen bei Arbeit und Dienstleistungen abbauen. Ihre Massnahmen sind jetzt Teil des Inklusionsgesetzes, das der Nationalrat im September 2026 angenommen hat. Wann es in Kraft tritt, ist noch offen. Wir beraten technisch, nicht juristisch.

Was bedeutet WCAG 2.2 AA?

Die Web Content Accessibility Guidelines des W3C sind der internationale Standard für barrierefreie Websites. Version 2.2 erschien im Oktober 2023 mit neun neuen Kriterien, etwa zur Grösse von Klickflächen und zum sichtbaren Fokus, und ist seit 2025 auch die Norm ISO/IEC 40500. Stufe AA ist das übliche Ziel, darauf stützt sich auch die europäische Norm EN 301 549.

Wie prüft ihr Barrierefreiheit?

Automatisch mit Lighthouse und axe und vor allem von Hand: mit Tastatur, Screenreader und 200 % Vergrösserung, am Computer und auf dem Handy. Automatische Tests finden nur einen Teil der Barrieren. Die übrigen bemerkt nur, wer die Seite wirklich bedient.

Wer ist zuständig, wir oder unsere Redaktion?

Beide. Template und Komponenten legen Struktur, Kontraste und Bedienung fest, das ist unser Teil. Alt-Texte, Überschriften und Linktexte entstehen beim Schreiben. Darum gehört eine kurze Schulung der Redaktion zu jedem Projekt.

Was steht in einer Barrierefreiheitserklärung?

Nach welchem Standard die Website gebaut ist, wie und wann sie geprüft wurde, wo es noch Grenzen gibt und wie man Barrieren melden kann. Ein Beispiel ist unsere eigene Erklärung.

Sind PDFs auch betroffen?

Ja. Ein PDF ohne Tags ist für Screenreader oft eine Sackgasse: keine Überschriften, keine Lesereihenfolge, Bilder ohne Beschreibung. Wir zeigen Ihrer Redaktion, wie sie PDFs barrierefrei erstellt, oder bringen den Inhalt gleich auf eine Webseite. Dort finden ihn auch Suchmaschinen und KI-Assistenten.

Barrierefreiheits-Check

Wie offen ist Ihre Website?

Barrierefreiheits-Check anfragen

Ihre Ansprechperson: Julia, Beratung, Administration